der Stromberg unter den Hunden

Kann es sein, dass es fieses opportunistisches Verhalten unter Hunden gibt?

Kaum vorstellbar, Mobbing kommt bei Hunden hingegen sehr häufig vor. Hunde können auch lügen und täuschen. Das kann man hin und wieder in Hundegruppen beobachten. So kommt es vor, dass ein Hund bellend zur Tür schaut, woraufhin sein Hundekollege bellend zur Tür rennt. Der Hund, der zuerst gebellt hat, rennt nicht zur Tür, schnappt sich stattdessen den Knochen des anderen Hundes, der bald wieder zurück ist, denn an der Tür war gar niemand.


Als die Menschen eines anderen Hundepaars Gäste zum Abendessen eingeladen hatten, wurden die beiden Hunde nach oben geschickt. Die jüngere Hündin kam neugierig nach unten um zu schauen, was da los ist und wurde mit strengem Ton nach oben geschickt. Offensichtlich nicht bestimmt genug, denn kurze Zeit später war sie wieder da. Der Ton wird rauer und sie wird wieder nach oben verwiesen. Es dauert nicht lange und sie steht wieder da. Die Menschen sind ratlos, so hartnäckig kennen sie ihre junge, sonst so kooperative Hündin gar nicht. Beim nächsten Versuch begleitet der Mann die Hündin nach oben um mit dem älteren Hund, der brav oben blieb, ein Hühnchen zu rupfen. Im Laufe des Abends kam kein Hund mehr runter. Die ältere Zentralhündin schickte ihre jüngere Mitarbeiterin immer wieder nach unten, wohlwissend, dass sie dafür Ärger bekommt.


Ein Zentralhund ist nach Maja Nowak ein Entscheidungsträger, der Mitarbeiter unter sich und eine Führungskraft über ihm hat, den Leithund, an den er Rückmeldung geben muss. Er ist sozusagen ein Abteilungsleiter. Daher habe ich mir erlaubt, den Zentralhund als Stromberg zu bezeichnen, der ja auch als Abteilungsleiter in der Versicherung Capitol tätig ist. Ansonsten hinkt der Vergleich natürlich gewaltig und ist ebenso unfair, wie Wölfe mit Menschen gleichzusetzen.



“Und im Idealfall hast du als Chef keine Kollegen, sondern Apostel. Leute, die bedingungslos an das glauben, was du … was du so vorhast….. auch wenn von außen andere kommen und sagen: ‘Euer Chef erzählt ja vielleicht ein Blödsinn!’… Dass die dann sagen: ‘Ja ne komm! Warte mal … in zwei-, dreihundert Jahren da kuckt ihr euch aber noch um’ …also jetzt im übertragenen Sinne… und das hier hinzukriegen, das ist mein Ziel.”