Doppelleben

Aktualisiert: Sept 18

Die Telepathie bietet uns zum einen die Möglichkeit, unsere Tiere besser zu verstehen und uns fast so selbstverständlich mit ihnen zu unterhalten wie mit unseren Artgenossen! Ein Traum wird wahr, dachte ich, als ich zum ersten Mal von dieser Möglichkeit hörte. Andererseits stellt sie uns auch im Zusammenleben vor Herausforderungen, da wir es bei unseren Tieren mit Telepathieprofis zu tun haben, unabhängig davon, ob wir uns selbst mit dem Thema beschäftigen. #Telepathie funktioniert ja schließlich in beide Richtungen! Unsere Tiere können unsere Gedanken lesen! Manch einer wird sagen, mein Tier sicherlich nicht, denn dann würde es ja machen, was ich möchte. Hier stellt sich die Frage, möchtest du das wirklich und bringst du klar rüber, was du möchten? Vermittelst du auf allen Kanälen die gleiche Botschaft? Selbst wenn dein verbales Kommando klar ist, stimmt eventuell deine Körpersprache oder dein inneres Bild nicht damit überein. Ich muss mein inneres und mein äußeres Bild unter einen Hut bekommen, damit ich ein gutes Kommunikationsergebnis erziele. Ich sollte Verneinungen vermeiden undeindeutig und positiv ausdrücken, was ich will. Meine Konsequenz muss aufrichtig und meine Bereitschaft muss vorhanden sein, die Konsequenzen erfolgen zu lassen.


Also auch wenn du dich noch schwer tust, Mitteilungen deines Tieres zu empfangen, bist du durchaus in der Lage deinem Tier deine Wünsche mitzuteilen, solange sie klar und eindeutig sind. Hunde sind soziale Wesen, sind also gezwungen in Gesellschaft zu leben (#sozialobligat), wobei sie sich nicht nur an ihre Artgenossen binden, sondern sogar in erster Linie an eine fremde Art, den Menschen. Diese Eigenschaft bezeichnet Erik Zimen als „doppelte Identitiät“, welche Hunde zu Meister in der Anpassung an menschliche Kommunikation macht und als solche haben sie sehr gut gelernt, ihre Bedürfnisse dem Menschen begreiflich zu machen. So akzeptieren sie das mangelnde Verständnis der Menschengefährten und versuchen sich so gut wie möglich mitzuteilen und das Beste aus dem Zusammenleben zu machen. Bei anderen Haustieren gelingt die Kommunikation oft nicht so reibungslos, da sie nicht so eine enge Bindung zum Menschen haben. Aber auch bei manchen Hunden gibt es bisweilen viele Kommunikationsschwierigkeiten. Wir machen Tiere oft sehr abhängig und tragen deswegen auch zu einem großen Ausmaß die Verantwortung für ihre Verhaltensweisen.