Du dreifältiger Hund du!

Aktualisiert: Feb 25

Schon vor Monaten habe ich von dem Buch "Gespräche mit Gott" gehört. Erst gestern habe ich angefangen es zu lesen, nachdem ich es in den letzten Wochen von allen Seiten empfohlen bekommen habe. Wie zu erwarten war, berührt mich das Buch sehr und ich würde am liebsten den ganzen Tag darin lesen.


Gestern ging es um das Thema Dreifaltigkeit, was ich damals im Religionsunterricht nie begriffen habe. Genau genommen, hat es auch niemals jemand versucht zu erklären. Fast 40 Jahre musste ich warten, um von Neale Donald Walsch eine Erklärung zu bekommen, die auch noch sehr überzeugend ist: Was in der Theologie als Vater, Sohn und heiliger Geist bezeichnet wird, entspricht in der Psychologie den Begriffen Überbewusstsein, Bewusstsein und Unterbewusstsein und in der Wissenschaft Energie, Materie und Äther. Die Spiritualisten sprechen von Geist, Körper und Seele, Philosophen von Gedanken, Worte und Taten usw. Bezüglich der Zeit gibt es ein Vorher, Jetzt und Danach, während räumlich gesehen ein Hier, ein Dort und ein Raum dazwischen existiert. So habe ich das ehrlich gesagt noch nie betrachtet, was auch nicht verwunderlich ist, denn er schreibt weiter, dass es bei uns Menschen - oder in groben Beziehungen, wie er schreibt - immer um Zweiheiten geht: links-rechts, oben-unten, schnell-langsam, klein-groß, heiß-kalt, krank-gesund, männlich-weiblich. Bei diesen Gegensatzpaaren gibt es kein dazwischen, nur eine kleinere oder größere Version davon. Bei uns auf Erden kann nichts Vorstellbares ohne die Vorstellung des Gegenteils existieren. Im Göttlichen - oder sublimen Beziehungen - geht es immer um Dreiheiten. Alles ist eins und existiert zur selben Zeit: Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft. Wo Krankheit ist existiert zugleich Gesundheit und der Raum dazwischen. Ich stelle mir immer eine Gerade vor mit gegensätzlichen Polen, auf der ich mich energetisch bewegen kann, ob es sich um Krankheit und Gesundheit oder Armut und Reichtum handelt. Das ist für unseren Verstand eine Herausforderung, ich weiß. Als ich das gestern gelesen habe, kam es mir sehr vertraut vor und zwar aus einem ganz anderen Kontext - aus dem Hundetraining.


Der Hundetrainer Mirko Tomasini sagt, dass für Hunde Räume dazwischen ganz entscheidend sind. Der eine oder andere Hundebesitzer ist sicherlich schon an der Übung verzweifelt, bei der der Hund an einer Stelle sitzen oder liegen bleiben soll, der Halter bewegt sich von ihm weg und ruft ihn anschließend zu sich. Irgendwann kommt der Moment an dem es klappt! Hurra, er hat es endlich begriffen, um was es geht, gleich nochmal! Es ist wie verflixt, es klappt nicht mehr, kann ein Hund so schnell vergessen, was er tun soll? Die gleichen Kommandos, das gleiche Szenario, was ist los, was habe ich falsch gemacht oder ist mein Hund zu einfältig dafür? Für unseren auf Dualität ausgerichteten Verstand ist das schwer zu fassen, für den gibt es nur Hier und Dort, Sitz und Komm, was gibt es da misszuverstehen? Für unseren Hund gibt es neben seinem und unserem Standort auch noch den Raum dazwischen, der größer sein kann als zuvor und sogar vollkommen anders aussehen kann als zuvor.


Ich habe es instinktiv immer schon gewusst, dass nicht Hunde die Zweifältigen unter uns sind, sondern stattdessen göttliche Wesen!


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Ihr müßt nichts lernen... ihr müßt euch nur an das erinnern, was ihr bereits wisst, und danach handeln.

Neale Donald Walsch

Quelle:

Neale Donald Walsch: Gespräche mit Gott, Band I



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