• Andrea

Genetikleugner

Aktualisiert: 9. Nov. 2021

Jeder, der die Spiritualität für sich entdeckt hat, weiß dass er selbst für alles in seinem Leben verantwortlich ist oder schöner gesagt, dass er alles so erschaffen kann, wie er es gerne möchte. Dass jegliche Krankheit rein psychische Ursachen hat, selbst ein Beinbruch, ist für mich völlig klar, wobei die Ursachen eines Beinbruchs eher geistiger Natur sind.

Allein deine körperliche Hülle ist vom Universum vorherbestimmt und von dir nicht beeinflussbar, das betrifft beispielsweise genetische Merkmale wie Haar-, Augenfarbe, Gesichts- und Nasenform. Inzwischen glaube ich nicht mal mehr das und dennoch bin ich kein Genetikleugner.


Epigenetik

Epigenetik ist mir schon länger ein Begriff. Sie bezeichnet die Vererbung von Merkmalen, die nicht im Genom festgelegt sind, sondern auf einer übergeordneten (epi = darauf, darüber) Ebene zu finden sind und trotzdem vererbt werden können. Im Buch Mein Körper, mein Trauma, mein Ich von Franz Ruppert habe ich nun eine so einleuchtende Erklärung von Epigenetik gelesen, die geradezu revolutionär ist, denn sie liefert eine medizinische Erklärung für die Verbindung von Körper und Seele auf eine sehr anschauliche Art. Alles wird in unserem Körper durch chemische Prozesse gesteuert, Gefühle entstehen durch die Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen auf körperlicher Ebene.


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Das Genom kann man sich wie ein Buch vorstellen, in dem bestimmte Stellen farbig markiert werden. Gelesen werden nur die markierten Stellen, der Rest spielt keine Rolle. Die farbigen Markierungen entsprechen in unserem Körper

DNA-Methylierungen. Das sind Eiweißstrukturen oder andere chemische Substanzen, die die DNA umgeben und sie damit einerseits schützen, aber auch die darin vorhandene Information verändern können. Sie haben unmittelbar Auswirkung auf die Genexpression, indem sie Gene hoch- oder runterregulieren bzw. an- oder abschalten. Das Genom ist also vielmehr ein Angebotskatalog, was ich davon auswähle, entscheide ich, denn alles, was ich denke, fühle oder tue, hat eine körperliche Auswirkung!


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In Stein gemeißelt?

In meinem Umfeld gab es schon hin und wieder die Diagnose einer Erbkrankheit, woraufhin die Blutsverwandten vor der Entscheidung standen, sich selbst auf diese Erbkrankheit testen zu lassen. Damals habe ich für mich selbst auch überlegt, ob ich mich an deren Stelle testen lassen würde. Mein Gefühl sagte eher nein, sicher war ich mir allerdings nicht und ich dachte mir, dass es darauf ankommt, wie man sich in der Situation fühlt. Wenn man sich permanent sorgt, bringt eventuell sogar ein positives Testergebnis eine Erleichterung durch die Gewissheit. Seit letztem Jahr habe ich die Klarheit, dass so ein Testergebnis für mich keinerlei Rolle spielen würde, denn seither weiß ich, dass ich selbst meine Gesundheit bestimme und kein genetischer Test. Früher bedeutete genetisch für mich so viel wie in Stein gemeißelt. Heute sehe ich das komplett anders. Meine genetischen Dispositionen geben lediglich vor, welche der vielen Erbkrankheiten ich bekommen kann, ob ich sie bekomme, steht auf einem ganz anderen Blatt.


Der Körper trägt die Wucht des Traumas

Psychische Gesundheit führt also einerseits dazu, dass genetisch disponierte Krankheiten nicht ausbrechen. Andererseits hat ein nicht bearbeitetes Trauma sehr oft schwere körperliche Erkrankungen zur Folge, für die es nicht einmal eine genetische Disposition braucht.


Dein Kopf ist nicht in Stein gemeißelt

Nicht einmal phänotypische Merkmale, also das Aussehen, ist für mich vorgegeben. Sicherlich haben manche von Geburt dunkle Haare, helle Augen und umgekehrt. Gesicht, Haar- und Augenfarbe hängen von natürlichen Pigmenten ab, dem Melanin. Die Melaninkonzentration ist in unserem Genom vorgegeben. Babys kommen mit blauen Augen zur Welt und erst nach ein paar Monaten steigt die Melaninproduktion entsprechend der genetischen Disposition. Es kommt vor, dass sich die Augenfarbe im Laufe des Lebens noch ändert, meistens in älteren Jahren. Wenn helle Augen viel Sonne ausgesetzt waren, werden sie mit der Zeit dunkler. Der Körper ist anpassungsfähig. Dass sich die Haarfarbe ändert, ist für uns schon geläufiger, spätestens im Alter, wenn die Haare grau werden. Es gibt aber auch Fälle, in denen Menschen nach einem emotionalen Schock innerhalb weniger Stunden komplett ergrauen. Das zeigt sehr bildlich wie die Psyche mit unserem Körper und letztendlich unserem äußeren Erscheinungsbild verbunden ist. Von Gesichtlesern weiß ich, dass sich selbst Nasen- und Kopfform bei erwachsenen Menschen noch ändern können. Die Kopfform sagt sehr viel über Charakter und Eigenschaften eines Menschen aus. Demzufolge ist es eigentlich klar, dass sich das Gesicht ändert, wenn sich der Charakter des Menschen ändert.

Es ist natürlich nicht so, dass wir willentlich entscheiden können, welche Augenfarbe wir gerne hätten, sofern man nicht multiple Augen wie ich hat, aber das ist ein anderes Themenfass, das ich jetzt nicht öffnen möchte.


Update 9.11.2021:

In einem Interview mit Marvin Alberg beim Berufungskongress von Lisa und Andi habe ich zum ersten Mal von Biokinese gehört und dass es möglich ist mit mentaler Kraft seine Augenfarbe zu ändern. Schon lustig, wie das Universum so wirkt, manchmal sehr schnell und so bekomme ich zwei Tage später schon eine Korrektur für die oben getroffene Aussage.


Die entscheidende Botschaft dieses Beitrags soll sein: Wir haben das Ruder in unserer Hand und können es jederzeit rumreißen unabhängig von genetischen Dispositionen und körperlichen Merkmalen.

Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen hierzu!


Quelle:

Ruppert, Franz; Banzhaf, Harald: Mein Körper, mein Trauma, mein Ich



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