Gott ist ein Bienenvolk

Aktualisiert: März 23

Nach all meinen Erfahrungen in diesem Leben und der Lektüre der letzten Monate definiere ich Gott für mich folgendermaßen:

Gott ist die Seele eines jeden einzelnen von uns und er offenbart sich über unsere innere Stimme, also unsere Intuition. Die innere Stimme von Neale Donald Walsch sagt, Gott bräuchte einen Körper um wahrhaftige Erfahrungen zu machen, daher schuf er Menschen, in denen er vorhanden ist, die also alle ein Teil von ihm sind. Daher kann man sagen, wir sind alle Brüder und Schwestern oder alle miteinander verbunden.

Dabei ist mir - wie schon so oft - die Parallelität zu einem Bienenvolk aufgefallen. Bienen sind keine Individuen, denn sie sind allein nicht lebensfähig. Das komplette Volk stellt den sogenannten "Superorganismus" dar, der "Bien" wie Imker sagen. Gott ist für mich der Bien, nicht die Königin, sondern die Gesamtheit aller Bienen, in jeder einzelnen Biene als Instinkt oder Intuition vorhanden und als unsichtbares Band zwischen den Bienen, die den Organismus zusammenhält und umgibt, wie die Haut unsere Organe umgibt. Dieses Band existiert natürlich auch in einer Vogelschar, in einem Fischschwarm, in einem Wolfsrudel und zwischen uns Menschen.


Bienen sind sich jederzeit - von Anfang bis Ende - bewusst, ein Teil des Ganzen zu sein und all ihr Tun ist darauf ausgerichtet, etwas zum Großen und Ganzen beizutragen. Das Bestreben jedes Einzelnen ist nicht möglichst lange zu leben, denn die Länge eines Lebens einer Biene spielt keine Rolle für das Überleben des ganzen Organismus, andernfalls würde es keinen Sinn machen, dass Bienen bei der Verteidigung ihren Stachel verlieren und sterben. Das Thema Leben und Tod ist im Übrigen sehr schön zu beobachten in einem Bienenstock. Bienen leben im Winter länger als im Sommer. Im Sommer arbeiten Bienen sehr viel, legen sehr viele Kilometer zurück und sterben nach maximal sechs Wochen, wenn sie nicht vorher im Regen ertrinken oder bei der Verteidigung des Stocks umkommen. Eine gesunde Königin legt am Tag circa 2000 Eier, gleichzeitig sterben mehrere Hundert Bienen pro Tag. Das ist vergleichbar mit der Zellerneuerung im menschlichen Körper, erst wenn aufgrund einer Krankheit mehr Zellen absterben als neue gebildet werden, ist der Gesamtorganismus in Gefahr.


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Der wesentliche Unterschied zwischen unserer Gesellschaft und einem Bienenvolk ist, dass ein ganz geringer Anteil der Menschheit über das Bewusstsein verfügt, ein Teil des Ganzen zu sein. Ich finde die Überlegung spannend, was in einem Bienenvolk passieren würde, wenn es zum Großteil aus Individualisten bestehen würde. Jede Biene würde den Nektar nur für sich sammeln, würde ihre eigene Vorratshaltung betreiben und den Honig von anderen abgrenzen. Eine Bewachung wäre nötig, daher müssten sich zwangsläufig zwei Bienen zusammenschließen, damit eine Biene bewachen kann, während die andere sammelt. Um die Königin und die Brut würden sie sich nicht kümmern, warum auch. Das Ergebnis wäre, die Bienen hätten viel mehr Honig zur Verfügung als sie selbst zu sich nehmen könnten, zumal sie weniger fliegen würden und dadurch einen geringeren Energieverbrauch hätten und somit auch länger leben würden. Dadurch dass Honig lang haltbar ist, könnten sie sogar in Rente gehen und ihre letzten Wochen ganz ohne Arbeit verbringen. Die Königin würde ziemlich bald sterben, da sie kein eigenes Futter zur Verfügung hat, denn sie kann nicht einmal fliegen und damit den Stock auch nicht verlassen und die geschlüpfte Brut würde natürlich auch sterben. Die einzelnen Bienen hätten also ein Leben mit weniger Arbeit dafür mit mehr Stress, da jederzeit die Gefahr bestünde ausgeraubt zu werden, sie hätten mehr Freizeit, die sie allein draußen oder zu zweit im Stock verbringen könnten und würden auf diese Weise vielleicht doppelt so lange leben. Der Gesamtorganismus Bien wäre natürlich dem Tode geweiht. Kommt mir irgendwie bekannt vor diese Vision.


Ich dachte bisher immer, Konzepte aus der Tierwelt lassen sich nicht in unsere kapitalistische Welt übertragen, in der wir nicht nur den Naturgesetzen unterliegen. Dieses Gedankenspiel mit den Bienen hat mir hingegen gerade sehr deutlich gemacht, dass ich mir nur selbst das Leben schwer mache mit egoistischem Verhalten, ganz unabhängig davon, was andere machen. Gehen wir also davon aus, dass es in diesem Bienenvolk eine winzig kleine Gruppe gibt, die sich bewusst ist, Teil eines Superorganismus zu sein, vielleicht 10 Bienen von 50 000 Bienen. Diese schließen sich zusammen, betreiben Arbeitsteilung beziehungsweise Job Rotation, damit ihr Körper nicht zu einseitig belastet wird und das Leben auch interessant bleibt. Zwei Bienen sammeln Nektar für alle, 1 Biene füttert die Königin, 1 Biene füttert die Brut, 1 Biene holt Wasser, 1 backt Bienenbrot, das heißt fermentiert Pollen als eiweißreiche Nahrung für die Brut, 1 kümmert sich um den Wabenbau für die Brut, 1 kümmert sich um den Wabenbau für den Nektar, 1 kümmert sich um die Einlagerung des Nektars und die Trocknung und 1 sammelt Harz zum Kitten und zur Desinfektion der Eingänge (diesen Job gab es schon vor Corona). Die einzelne Biene würde nur 6 Wochen überleben, die Gesamtheit länger, wäre allerdings auch frühzeitig zum Tode verurteilt durch das Zusammenleben mit so vielen unbewussten Bienen, die eventuell auch noch rauben. Für mich hört sich diese Option jedenfalls nach einem kürzeren, spannenderen und erfüllteren Leben als im vorherigen Fall an. Die Erfüllung ergibt sich nicht nur durch die unterschiedlichen Aufgaben, sondern durch das Bewusstsein, etwas zum großen Ganzen beizutragen. Rauben oder beraubt werden, das ist hier die Frage und ich entscheide mich bewusst dafür, auf der Seite der Beraubten und nicht auf der der Räuber zu sein.


Je länger ich gerade während des Schreibens darüber nachdenke, desto klarer und einleuchtender wird mir diese Theorie, die sich natürlich wie so vieles nicht mit den irdischen Gesetzmäßigkeiten beweisen lässt. Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag über soziale oder morphische Felder geschrieben. Was morphische Felder miteinander verbindet ist nichts anderes als die Intuition oder Gott, wenn man so will. Somit sind sowohl Familienaufstellungen als auch die Tierkommunikation, Morphisches Feld- oder Akasha Chronik-Lesen nichts anderes als "Gespräche mit Gott". Ich kann Gott täglich in vielen Gestalten begegnen und auch hören, vorausgesetzt es ist still um mich herum.


Ich habe mir heute einen Bienenkasten gekauft und glaube daran eines Tages Gott in Form eines wilden Bienenschwarms zu begegnen.


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Bienenschwarm an einer Wand
When you realize heart and earth are spelled with the same letters, it all starts to make sense.

Quelle:

Neale Donald Walsch: Gespräche mit Gott, Band I

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