Lektionen für ein richtig gutes Leben

Aktualisiert: Juni 28

Nono Konopka hat mich im Interview mit Laura Seiler sehr beeindruckt für sein Alter. Was hat dieser junge Mann erlebt um mit nicht einmal 30 so eine Klarheit und Zufriedenheit auszustrahlen? Was er erlebt hat und vorallem wie es ihn und sein jetziges Leben beeinflusst hat, beschreibt er sehr ausführlich in seinem Buch "Lektionen für ein richtig gutes Leben."


Das Buch beginnt mit Nonos Entscheidung gegen einen gutbezahlten Job im Marketing nach seinem Studium und für eine Radreise mit seinem Freund von Berlin nach Peking.

Es gibt sicherlich viele Bericht extremer Erfahrungen sowie über die heilsame, lebensveränderte Wirkung von Pilgern oder Meditation.


Nono begibt sich - ohne es vorher zu wissen - auf die klassische Heldenreise nach Joseph Campbell, die Vorlage fast aller Filme und Märchen ist. Eine noch größere Faszination als in fiktiven Geschichten übt dieses Konzept natürlich auf uns aus, wenn es sich bei den Helden um echte Menschen wie du und ich handelt. Auf einer Heldenreise macht der Protagonist eine Persönlichkeitsentwicklung durch und begegnet dabei seiner Seelenaufgabe, so auch Nono. Wie bei allen Menschen, die ihre Komfortzone verlassen, die Kontrolle abgeben und sich auf etwas Unbekanntes einlassen, erfährt auch Nono die Magie des Göttlichen, in seinem Fall in Form von Ashton Kutcher. Auch die Versöhnung mit den Eltern kommt darin vor, wie im Film!


Nono Konopka Lektionen für ein richtig gutes Leben Spiegel Bestseller Biking Borders Buchrezension

Wie der Titel schon erahnen lässt, ist das Buch kein detaillierter und chronologischer Reisebericht, Nono geht es darum, seine Erkenntnisse über das Leben, die er auf der Reise gewonnen hat mit dem Leser zu teilen. Obwohl er auf der Reise sehr viel Zeit zum Nachdenken hatte, was sicherlich die Voraussetzung dafür war, diese Erkenntisse zu gewinnen, bedarf es gleichermaßen viel Zeit nach der Reise um das Erlebte für sich zu ordnen. Nono hat mit seinen Podcast-Gästen über die Themen gesprochen, die ihn auf der Reise beschäftigt haben und sie anschließend in diesem Buch verarbeitet, das er ungefähr ein Jahr nach der Rückkehr begonnen hatte. Die meisten Heldenreisen enden mit dem Erreichen des Ziels nach dem Motto "und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende." Durch Nonos detailliere Schilderung seiner Gefühlswelt, wird klar, dass das Erreichen des Ziels weder der Höhepunkt der Reise noch ein langanhaltendes Glücksgefühl oder eine innere Zufriedenheit bewirkte. Die Gefahr in ein Loch zu fallen, dadurch dass kein Ziel mehr vorhanden ist, das einen motiviert, war auch bei ihm sehr präsent. Das Leben ist vielmehr eine einzige Heldenreise beziehungsweise eine Heldenreise nach der anderen, in der wir kleinere Ziele und Etappen erreichen und im Idealfall ein großes Ziel haben, für das wir jeden Tag aufstehen und nie erreichen!


Ich habe das Buch in knapp zwei Tagen komplett gelesen, es liest sich also sehr leicht und flüssig und ist auf irgendeine Weise auch spannend, auch wenn man von Anfang an weiß, wie das Happy End aussehen wird. Also auch beim Lesen macht der Weg die Unterhaltung und den Lerneffekt aus, ganz egal, wie das Buch endet, Columbo-Effekt, könnte man auch sagen. In keinem Satz macht sich bemerkbar, dass es sich bei Nono um einen Neuautor handelt, dessen Hauptbeschäftigung und große Leidenschaft nicht das Schreiben ist.


Nach dem Lesen des Buches habe ich nicht vor 15.000 Kilometer auf dem Rad zurückzulegen und obwohl ich im letzten Jahr sehr viel Lektüre und Inhalte zu ähnlichen Themen konsumiert habe, waren dennoch neue Perspektiven und Denkanstöße für mich dabei. Daher glaube ich, dass das Buch für jeden in jeder Lebensphase eine wertvolle Inspiration sein kann.


Wenn du immer machst, was einfach ist, dann wird das Leben auf kurz oder lang schwer werden.

Nono Konopka, Autor und Unternehmer



www.nonokonopka.com

www.bikingborders.com


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